Andrea Erkenbrecher in Dachau: Gespräch über Oradour mit Karin Eideloth


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Oradour verstehen, Verantwortung leben: Ein Gespräch, das nachhallt
Ein Abend der leisen Töne und großen Fragen: In der Evangelischen Versöhnungskirche auf dem Gelände der KZ-Gedenkstätte Dachau begegnen sich Zeitgeschichte, Erinnerungskultur und persönliche Verantwortung. Die Historikerin Dr. Andrea Erkenbrecher und Karin Eideloth sprechen über Familiennarrative, Schuldgefühle ohne Schuld und die Kraft der Begegnung in Oradour-sur-Glane.
Lesungs-Atmosphäre im Zeichen der Erinnerung
Die intime Architektur der Versöhnungskirche begünstigt ein konzentriertes Zuhören. Stimmen, die nicht effekthascherisch, sondern sorgsam geführt werden, schaffen ein literarisches Erlebnis jenseits der bloßen Fakten. Sprache und Stimme öffnen einen Raum, in dem Nachdenken möglich wird.
Expertise trifft Erfahrung: Forschung und Autor-Begegnung
Dr. Andrea Erkenbrecher gilt als ausgewiesene Kennerin des Massakers von Oradour und seiner Nachgeschichte. Ihre Forschung arbeitet Narrative, juristische Aufarbeitung und Erinnerungspolitik heraus; analytische Schärfe trifft hier auf sprachliche Kunstfertigkeit. An ihrer Seite steht Karin Eideloth, die als Enkelin eines Täters den Blick nach innen wagt. Diese doppelte Perspektive – wissenschaftlich fundiert und existenziell erfahrungsnah – verleiht dem Abend besondere literarische Qualität.
Narrative, die tragen: Was bleibt vom Gesagten?
Die Diskussion tastet sich an die neuralgischen Punkte der Erinnerung heran: Wie erzählt man Gewalt? Welches Genre wählt man für das Nicht-Erzählbare? Im Wechsel von Erzählpassagen, historischem Kontext und Gespräch entsteht eine dichte Dramaturgie, die die Zuhörenden zu aktiven Mitdenkenden macht.
Konkrete Orte, konkrete Fragen
Von den Ruinen Oradours bis zum Kirchraum in Dachau: Orte strukturieren Erinnerung. Der Abend beleuchtet, wie Begegnungen mit Überlebenden, die Präsenz politischer Repräsentanten und zivilgesellschaftliche Gesten zu einer verantwortlichen Gegenwart führen können – jenseits einfacher Versöhnungsformeln.
Fazit: Ein konzentrierter, bewegender Gesprächsabend, der literarische Sensibilität mit historischer Tiefenschärfe verbindet. Wer die fragile Balance von Wissen, Ethik und Erzählen erleben möchte, sollte diese Autor-Begegnung live erfahren.
Offizielle Kanäle von Dr. Andrea Erkenbrecher:
- Instagram: Kein offizielles Profil gefunden
- Facebook: Kein offizielles Profil gefunden
- Website: https://historyandbeyond.de/andrea-erkenbrecher/
- Verlag: https://www.degruyterbrill.com/document/doi/10.1515/hzhz-2025-1104/html










