Robert Krieg in Dachau: Filmgespräch zur NS-Euthanasie in der Versöhnungskirche


Datum und Uhrzeit
Veranstaltungsort
Tickets
Über diese Veranstaltung
Stimmung
Veranstaltungsorttyp
Ein Abend gegen das Verstummen: Filmgespräch zur NS-Euthanasie in Dachau
In der Evangelischen Versöhnungskirche in der KZ-Gedenkstätte Dachau begegnen sich Erinnerungskultur, historische Aufklärung und die Kunst des dokumentarischen Erzählens. Das Filmgespräch zur Ausstellung „… und über uns kein Himmel“ führt in die erschütternde Geschichte des Films „Lebensunwert“ von Robert Krieg und eröffnet nach der Vorführung den Raum für ein Gespräch über Verantwortung, Sprache und das Weiterwirken nationalsozialistischer Gewalt.
Wenn Dokumentarfilm zu Erinnerungsliteratur wird
Robert Krieg rekonstruiert im Film die Lebensgeschichte eines Jungen, der im NS-System als „erbkrank“ stigmatisiert wurde. Der Abend rückt damit einen Stoff ins Zentrum, der weit über eine klassische Filmvorführung hinausweist: Es geht um die Macht bürokratischer Begriffe, um ideologische Entmenschlichung und um die fragile Grenze zwischen Fürsorge und Vernichtung. Gerade in der Atmosphäre der Versöhnungskirche gewinnt diese Auseinandersetzung besondere Eindringlichkeit.
Ein Ort mit historischer Resonanz
Die Evangelische Versöhnungskirche liegt auf dem Gelände der KZ-Gedenkstätte Dachau und ist selbst Teil eines Erinnerungsraums, der Reflexion verlangt. Der Zugang bei Abendveranstaltungen erfolgt über das Kloster Karmel Heilig Blut, Alte Römerstraße 91. Der Weg dorthin, der Blick auf die Gedenkstätte, die stille Architektur und der Übergang in den Kirchenraum formen eine Lesungs- und Gesprächsatmosphäre, die das Gehörte vertieft und den historischen Kontext sichtbar macht.
Gespräch, Einordnung und kulturelle Verantwortung
Im Anschluss an die Vorführung spricht der Publizist Robert Krieg über die Entstehung des Films, die historischen Hintergründe und die Bedeutung solcher Biografien für die Erinnerungskultur. Genau hier entfaltet sich die besondere Qualität des Abends: Nicht bloß Information steht im Vordergrund, sondern die literarische und dokumentarische Genauigkeit einer Erzählweise, die Leid nicht ästhetisiert, sondern verstehbar macht. Das Gespräch öffnet einen Raum für Nachfragen, Einordnung und stilles Nachdenken.
Barrierefreiheit, Anfahrt und praktische Hinweise
Der Zugang zur Versöhnungskirche ist ab 30 Minuten vor Veranstaltungsbeginn geöffnet. Gäste dürfen den Klosterparkplatz nutzen. Menschen mit Mobilitätseinschränkungen werden gebeten, sich vorab telefonisch zu melden. Mit der MVV-Bushaltestelle „Kloster Karmel“ und den Verbindungen zum Dachauer Bahnhof ist die Anreise auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut möglich. Der Eintritt ist frei, was den Abend zusätzlich zu einer offenen Einladung an ein breites Publikum macht.
Fazit: Dieser Abend verspricht keine leichte Unterhaltung, sondern ein intensives literarisch-historisches Erlebnis mit großer ethischer Wucht. Wer Erinnerungskultur nicht nur als Pflicht, sondern als lebendigen Dialog begreift, erlebt hier einen Abend von seltener Dichte. Unbedingt live besuchen.
Offizielle Kanäle von Robert Krieg:
- Instagram: Kein offizielles Profil gefunden
- Facebook: Kein offizielles Profil gefunden
- Website: https://www.krieg-nolte.de/
- Verlag: Kein offizielles Profil gefunden










