Malerei & Skulptur im Dialog: Kunst und kulturelle Verständigung in Altomünster


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Wenn Malerei und Skulptur miteinander ins Gespräch kommen
Im Museum Altomünster begegnen sich die Bronzeskulpturen des polnischen Bildhauers Remigiusz Dulko aus Oświęcim und die Malerei des Aichacher Künstlers und Schriftstellers Fabian Oppolzer. Die Ausstellung Malerei & Skulptur im Dialog eröffnet einen atmosphärischen Resonanzraum zwischen Farbe, Körper, Material und Erinnerung.
Bronze als Sprache von Körper und Erinnerung
Remigiusz Dulko, 1955 in Lidzbark Warmiński geboren, studierte Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste in Krakau und schloss sein Studium 1979 mit Auszeichnung ab. Seit Beginn seiner professionellen Laufbahn arbeitet er mit Bronze und begleitet den Entstehungsprozess seiner Werke vom Entwurf bis zur abschließenden Bearbeitung.
Seine figurativen Skulpturen kreisen um menschliche Beziehungen, Sinnlichkeit, Spiritualität und die Verbindung von Sakralem und Alltäglichem. In der Werkbetrachtung entfaltet Bronze eine besondere Präsenz: Schwere und Bewegtheit, Widerstand und sinnliche Oberfläche treten in ein spannungsvolles Verhältnis. Körper, Volumen und Licht verändern sich mit jedem Schritt durch den Ausstellungsraum.
Fabian Oppolzer: Malerei zwischen Wirklichkeit und Vorstellung
Fabian Oppolzer arbeitet als Maler, Musiker und Schriftsteller. Seine Malerei und Grafik verbinden realistische Porträts mit imaginativen, traumartigen Bildwelten. Vertraute Figuren, Landschaften und erzählerische Motive erscheinen in einer poetischen Verschiebung, die den Blick zwischen Beobachtung, Erinnerung und Fantasie pendeln lässt.
Oppolzers Bilder bilden einen malerischen Gegenpol zu Dulkos plastischer Formensprache. Farbflächen, Linien und Bildrhythmus treffen auf Volumen, Oberfläche und räumliche Präsenz. Gerade in diesem Wechsel zwischen zweidimensionaler Tiefe und greifbarer Form entsteht die ästhetische Erfahrung der Ausstellung.
Kunst als kulturelle Brücke
Die Ausstellung besitzt eine besondere kulturgeschichtliche Dimension. Remigiusz Dulko stammt aus Oświęcim beziehungsweise Auschwitz, Fabian Oppolzer aus der Region Aichach. Ihre gemeinsame Präsentation knüpft an die Partnerschaft zwischen dem Landkreis Dachau und Oświęcim an und führt den deutsch-polnischen Austausch auf dem Feld der Kunst fort.
Kuratierung wird hier als Einladung zum Sehen, Vergleichen und Gespräch erfahrbar. Malerei und Skulptur erscheinen nicht als getrennte Gattungen, sondern als eigenständige künstlerische Sprachen, die sich gegenseitig erweitern. Kulturelle Bildung entsteht unmittelbar vor den Originalen: durch die Wahrnehmung von Farbe, Material, Raumwirkung und Körperlichkeit.
Kunsterlebnis im Museum Altomünster
Das Museum Altomünster schafft mit seiner ruhigen, konzentrierten Atmosphäre einen passenden Rahmen für die Ausstellung. Besucherinnen und Besucher erleben den Wechsel zwischen flächiger Malerei und dreidimensionaler Skulptur, beobachten die Reaktion des Lichts auf Bronze und entdecken unterschiedliche Zugänge zu Form, Erinnerung und menschlicher Nähe.
Die Sonderausstellung ist vom 27. September 2026 bis zum 17. Januar 2027 zu sehen. Das Museum öffnet donnerstags bis samstags von 13 bis 16 Uhr sowie sonntags von 13 bis 17 Uhr. Der Eintritt kostet 2,50 Euro pro Person; Kinder bis 14 Jahre besuchen die Ausstellung kostenfrei.
Fazit: Zwei künstlerische Sprachen, ein gemeinsamer Resonanzraum
Malerei & Skulptur im Dialog verspricht ein vielschichtiges Kunsterlebnis zwischen Bronze, Farbe, Figur und Vorstellungskraft. Die Ausstellung verbindet kunsthistorische Betrachtung mit sinnlicher Wahrnehmung und macht sichtbar, wie Kunst kulturelle Grenzen überwindet. Ein Besuch im Museum Altomünster eröffnet neue Perspektiven auf Material, Erinnerung und den Dialog zwischen Menschen und Kulturen.
Offizielle Kanäle von Remigiusz Dulko und Fabian Oppolzer:
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