Malerei & Skulptur im Dialog im Museum Altomünster


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Wenn Malerei und Skulptur miteinander ins Gespräch kommen
Die Ausstellung Malerei & Skulptur im Dialog im Museum Altomünster vereint zwei eigenständige künstlerische Positionen aus Deutschland und Polen: die expressiven Bronzeskulpturen des polnischen Bildhauers Remigiusz Dulko aus Oświęcim beziehungsweise Auschwitz und die Malerei des Aichacher Künstlers und Schriftstellers Fabian Oppolzer. Am 6. Dezember 2026 lädt die Ausstellung zu einer konzentrierten Werkbetrachtung und zu einem besonderen Kunsterlebnis zwischen Materialität, Farbe, Erinnerung und kultureller Verständigung ein.
Bronze zwischen Körper, Spiritualität und Erinnerung
Remigiusz Dulko studierte Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste in Krakau und schloss sein Studium 1979 mit Auszeichnung ab. Seit Beginn seiner künstlerischen Laufbahn arbeitet er intensiv mit Bronze und begleitet den Entstehungsprozess seiner Werke von der ersten Idee über den Entwurf bis zur abschließenden Bearbeitung. Seine figurativen Skulpturen bewegen sich zwischen menschlicher Beziehung, Sinnlichkeit, Spiritualität sowie dem Spannungsfeld von Sakralem und Alltäglichem.
In der ästhetischen Erfahrung vor dem Original entfaltet Bronze eine eindringliche Präsenz. Schwere und Bewegtheit, Widerstand und sinnliche Oberfläche treten in ein spannungsreiches Verhältnis. Dulkos plastische Formensprache verankert Gedanken körperlich im Raum und eröffnet Fragen nach Nähe, Erinnerung und Transzendenz.
Fabian Oppolzer: Malerei mit literarischer Sensibilität
Fabian Oppolzer arbeitet als Maler, Musiker und Schriftsteller. Seine Bilder verbinden realistische Porträts mit imaginativen und traumartigen Bildwelten. Vertraute Motive erfahren eine poetische Verschiebung, während Farbflächen, Figuren und erzählerische Andeutungen zwischen Beobachtung, Erinnerung und innerer Vorstellung vermitteln.
Für die Ausstellung wurden Oppolzers Gemälde auf die Bronzeskulpturen Dulkos abgestimmt. Dadurch entsteht keine bloße Gegenüberstellung zweier Gattungen, sondern eine kuratierte Begegnung: Farbe reagiert auf Volumen, Fläche auf Körper, malerische Offenheit auf plastische Präsenz. Oppolzer erhielt unter anderem den Publikumspreis des Aichacher Kunstpreises 2022.
Dialog als kuratorisches Prinzip
Die Ausstellung versteht Malerei und Skulptur nicht als Gegensätze, sondern als miteinander korrespondierende Ausdrucksformen. Das Auge wandert von der malerischen Oberfläche zur dreidimensionalen Gestalt, von Farbklängen zu Schatten und von erzählerischen Bildräumen zu körperlicher Präsenz. Diese Wechselwirkung macht die Ausstellungsatmosphäre im Museum Altomünster besonders erfahrbar.
Zugleich besitzt die Präsentation eine kulturhistorische Dimension. Remigiusz Dulko stammt aus Oświęcim, dem polnischen Partnerlandkreis des Landkreises Dachau, während Fabian Oppolzer in der Region Aichach verwurzelt ist. Die Ausstellung setzt den Dialog der deutsch-polnischen Landkreispartnerschaft auf künstlerische Weise fort. Kulturelle Bildung entsteht hier durch unmittelbares Sehen, Vergleichen und Gespräch vor den Originalen.
Kunsterlebnis im Museum Altomünster
Besucherinnen und Besucher erwartet eine Ausstellung, in der Licht, Material, Farbe und Raumwirkung eng miteinander verbunden sind. Die Bronze lädt zur Betrachtung ihrer Oberfläche und plastischen Spannung ein, während Oppolzers Malerei imaginative Erfahrungsräume öffnet. So entsteht eine ästhetische Erfahrung, die kunsthistorische Fragen ebenso berührt wie persönliche Assoziationen.
Fazit: Kunst verbindet über Grenzen hinweg
Malerei & Skulptur im Dialog bietet ein konzentriertes Kunsterlebnis zwischen zeitgenössischer Malerei, figurativer Bronzeplastik und deutsch-polnischer Erinnerungskultur. Wer erleben möchte, wie unterschiedliche Medien neue Perspektiven auf menschliche Nähe, Geschichte und kulturelle Verständigung eröffnen, sollte die Ausstellung im Museum Altomünster unbedingt live besuchen.
Offizielle Kanäle von Remigiusz Dulko und Fabian Oppolzer:
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