Malerei & Skulptur im Dialog: Zeitgenössische Kunst im Museum Altomünster


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Wenn Malerei und Skulptur miteinander ins Gespräch kommen
Das Museum Altomünster lädt am 25. Dezember 2026 zu einem besonderen Kunsterlebnis ein: Unter dem Titel Malerei & Skulptur im Dialog begegnen sich Arbeiten des polnischen Bildhauers Remigiusz Dulko aus Oświęcim/Auschwitz und des Aichacher Malers und Schriftstellers Fabian Oppolzer. Die Ausstellung verbindet zwei eigenständige künstlerische Positionen zu einer ästhetischen Erfahrung über Form, Material, Erinnerung und kulturelle Verständigung.
Bronze zwischen Körper, Erinnerung und Spiritualität
Remigiusz Dulko studierte Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste in Krakau und schloss sein Studium 1979 mit Auszeichnung ab. Seit mehr als vier Jahrzehnten arbeitet er mit Bronze. Seine figurativen Skulpturen kreisen um menschliche Beziehungen, Alltag, Sinnlichkeit und Spiritualität. In der Werkbetrachtung entfalten die plastischen Arbeiten ihre Wirkung über Volumen, Oberfläche, Geste und Zwischenraum.
Die Bronze besitzt eine körperlich präsente, zugleich stille Wirkung. Licht modelliert die Oberflächen, während Masse und Leere den Ausstellungsraum strukturieren. Dulko verbindet handwerkliche Präzision mit einer symbolisch offenen Bildsprache, die Betrachtende zu einer persönlichen Auseinandersetzung mit menschlicher Nähe, Geschichte und innerer Bewegung einlädt.
Fabian Oppolzer: Malerei zwischen Bild und Erzählung
Fabian Oppolzer, 1984 in Stuttgart geboren und in Vorarlberg aufgewachsen, studierte Geschichte, Theologie und vergleichende Literaturwissenschaften in Wien. Seit 2017 arbeitet er als bildender Künstler. Als Maler, Schriftsteller und Musiker verbindet er bildnerische Gestaltung mit literarischem und kulturgeschichtlichem Denken.
Seine künstlerische Praxis umfasst realistische Porträts und imaginative Bildwelten. Öl, Aquarell, Tusche, Wachs und Mischtechniken eröffnen unterschiedliche Material- und Farbräume. Motive wie Selbstporträt, Landschaft, Tierdarstellung und literarische Figuren verdichten sich zu Resonanzräumen für Erinnerung, Wahrnehmung und Symbolik.
Ein kuratierter Dialog zwischen Fläche, Körper und Raum
Die Ausstellung stellt Malerei und Skulptur nicht lediglich nebeneinander. Ihre Kuratierung lenkt den Blick auf die Übergänge zwischen zweidimensionaler Fläche und dreidimensionalem Körper. Farbklang, Linie und Komposition antworten auf die räumliche Präsenz der Bronze; Formen, Materialien und Licht treten in einen spannungsvollen Austausch.
So entsteht eine konzentrierte Ausstellungsatmosphäre, in der die Unterschiede der Medien produktiv werden. Die Werkbetrachtung führt von der sichtbaren Form zu Fragen nach Identität, kultureller Prägung und menschlicher Begegnung. Das Museum wird zum Ort kultureller Bildung, an dem zeitgenössische Kunst und regionale Erinnerungskultur miteinander verbunden sind.
Kunst als Verbindung über Grenzen hinweg
Die Schau besitzt auch eine besondere kulturhistorische Dimension. Remigiusz Dulko stammt aus Oświęcim beziehungsweise Auschwitz, dem polnischen Partnerlandkreis Dachaus, während Fabian Oppolzer aus der Region stammt. Der künstlerische Dialog setzt die deutsch-polnische Partnerschaft auf ästhetische Weise fort und zeigt, wie Kunst sprachliche, geografische und kulturelle Grenzen überschreiten kann.
Fazit: Ein Kunsterlebnis mit nachhaltigem Nachhall
Malerei & Skulptur im Dialog verspricht eine intensive ästhetische Erfahrung zwischen Farbe, Form, Material und Geschichte. Besucherinnen und Besucher erleben zwei eigenständige Handschriften, die sich gegenseitig erweitern und neue Perspektiven auf zeitgenössische Kunst eröffnen. Wer Malerei und Skulptur in einem historischen Museumsraum unmittelbar erfahren möchte, sollte diese Ausstellung unbedingt live besuchen.
Offizielle Kanäle von Museum Altomünster:
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