Malerei & Skulptur im Dialog im Museum Altomünster


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Wenn Malerei und Skulptur miteinander ins Gespräch kommen
Im Museum Altomünster begegnen sich vom 27. September 2026 bis zum 17. Januar 2027 zwei künstlerische Positionen aus Deutschland und Polen. Die Ausstellung Malerei & Skulptur im Dialog vereint den polnischen Bildhauer Remigiusz Dulko aus Oświęcim beziehungsweise Auschwitz mit dem Aichacher Maler und Schriftsteller Fabian Oppolzer.
Kunst als grenzüberschreitender Dialog
Die Werkschau macht sichtbar, wie unterschiedliche Medien neue Perspektiven eröffnen. Malerei und Skulptur treten in einen unmittelbaren Austausch: Fläche und Körper, Farbe und Volumen, stille Kontemplation und plastische Präsenz begegnen sich im Ausstellungsraum. So entsteht ein Kunsterlebnis, das kulturelle Grenzen überwindet und die verbindende Kraft der Kunst erfahrbar macht.
Remigiusz Dulko: Ausdrucksstarke Skulpturen aus Bronze
Remigiusz Dulko, 1955 in Lidzbark Warmiński geboren und seit vielen Jahren in Oświęcim tätig, studierte Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste in Krakau und schloss sein Studium 1979 mit Auszeichnung ab. Seit Beginn seiner künstlerischen Laufbahn arbeitet er intensiv mit Bronze und begleitet den Entstehungsprozess von der Idee über das Modell bis zur abschließenden Bearbeitung.
Seine figurativen Skulpturen bewegen sich zwischen dem Sakralen und dem Profanen, zwischen menschlicher Beziehung, Erinnerung, Spiritualität und symbolischer Verdichtung. Die charakteristische Materialwirkung der Bronze verleiht den Werken Gewicht, Wärme und eine zugleich widerständige wie sinnliche Oberfläche. In der Werkbetrachtung wird deutlich, wie plastische Form Gedanken nicht nur abbildet, sondern körperlich im Raum verankert.
Fabian Oppolzer: Malerei mit literarischer Sensibilität
Fabian Oppolzer ist als Maler, Musiker und Schriftsteller in der Region verwurzelt. Seine Bilder sind für die Ausstellung bewusst auf die Bronzekulpturen Dulkos abgestimmt. Dadurch entsteht keine bloße Gegenüberstellung, sondern eine kuratierte Begegnung, in der Farben, Formen und Atmosphären aufeinander reagieren.
Die ästhetische Erfahrung der Ausstellung liegt gerade in diesem Wechselspiel: Das Auge wandert von der malerischen Oberfläche zur dreidimensionalen Gestalt, von Farbklängen zu Schatten, von erzählerischen Andeutungen zu körperlicher Präsenz. Die Ausstellungsatmosphäre lädt dazu ein, vertraute Kategorien wie nationale Herkunft, Gattung oder Stilgrenzen neu zu betrachten.
Kulturelle Bildung und historische Verbindung
Die Ausstellung steht zugleich im Zeichen der Landkreispartnerschaft zwischen Dachau und Oświęcim. Zwei Künstler aus unterschiedlichen kulturellen Zusammenhängen treten in einen künstlerischen Dialog, der historische Verbindungen aufnimmt und in eine gegenwärtige Form übersetzt. Kunst erscheint hier als eigenständige Sprache der Verständigung, in der Erinnerung, Begegnung und menschliche Nähe sichtbar werden.
Im Rahmen der Ausstellung wird außerdem ein Film über den Staffellauf von Dachau nach Auschwitz gezeigt. Der Lauf setzte ein Zeichen des Gedenkens und der Versöhnung und verband die beiden Orte auf besondere Weise. Damit erweitert das Museum die Werkbetrachtung um eine Perspektive kultureller Bildung und historischer Verantwortung.
Fazit: Eine Ausstellung, die Begegnung ermöglicht
Besucherinnen und Besucher erwartet eine konzentrierte Ausstellung mit ausdrucksstarker Bronze, malerischen Gegenpositionen und einem vielschichtigen kulturhistorischen Kontext. Malerei & Skulptur im Dialog lädt dazu ein, Formen und Materialien bewusst wahrzunehmen, über Erinnerung und Verständigung nachzudenken und die verbindende Kraft zeitgenössischer Kunst live zu erleben. Ein Besuch im Museum Altomünster bereichert die ästhetische Erfahrung und eröffnet neue Blicke auf den Dialog zwischen Kunst, Geschichte und Gesellschaft.
Offizielle Kanäle von Remigiusz Dulko und Fabian Oppolzer:
- Instagram: kein offizielles Profil gefunden
- Facebook: kein offizielles Profil gefunden
- YouTube: kein offizielles Profil gefunden
- Website Remigiusz Dulko: www.remigiuszdulko.pl










