Malerei & Skulptur im Dialog im Museum Altomünster


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Wenn Malerei und Skulptur miteinander ins Gespräch kommen
Das Museum Altomünster präsentiert mit Malerei & Skulptur im Dialog eine deutsch-polnische Ausstellung von Remigiusz Dulko aus Oświęcim/Auschwitz und dem Aichacher Maler und Schriftsteller Fabian Oppolzer. Die Werkschau verbindet zwei künstlerische Sprachen zu einem eindringlichen Kunsterlebnis über Form, Material, Erinnerung und kulturelle Begegnung.
Ein Dialog zwischen Fläche, Körper und Raum
Der Ausstellungstitel beschreibt zugleich das kuratorische Prinzip: Malerei und Skulptur stehen nicht isoliert nebeneinander, sondern reagieren aufeinander. Farbflächen, Linien und Bildrhythmen begegnen der räumlichen Präsenz von Bronze, Volumen und Oberfläche. In der Werkbetrachtung entsteht eine ästhetische Erfahrung, die den Blick für Proportion, Materialität und Bewegung schärft.
Die Ausstellungsatmosphäre lebt von konzentrierten Gegensätzen. Wo die Malerei innere Räume öffnet und mit Farbklängen arbeitet, setzen die Skulpturen körperliche Akzente. Das Museum wird zum Resonanzraum, in dem unterschiedliche kulturelle Erfahrungen sichtbar werden und Kunst sprachliche wie geografische Grenzen überwindet.
Remigiusz Dulko: Bronze als verdichtete Präsenz
Remigiusz Dulko studierte Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste in Krakau und schloss sein Studium 1979 mit Auszeichnung ab. Seit mehr als vier Jahrzehnten bildet Bronze das zentrale Material seiner künstlerischen Arbeit. Seine figurativen Skulpturen kreisen um Menschen, Beziehungen, Erinnerung und Spiritualität; häufig bewegt sich seine Bildsprache zwischen dem Sakralen und dem Profanen.
Die Bronzeskulpturen entfalten ihre Wirkung über Masse, Oberfläche, Geste und Zwischenraum. Ihre handwerkliche Präzision verbindet sich mit einer stillen, eindringlichen Präsenz. Licht gleitet über die Metallhaut, während die plastischen Formen den Raum strukturieren und zu einer verlangsamten Wahrnehmung einladen.
Fabian Oppolzer: Malerei zwischen Farbe und Bedeutung
Fabian Oppolzer arbeitet als Maler, Musiker und Schriftsteller. Seine künstlerische Praxis verbindet Farbe, Struktur, Erzählung und Erinnerung. Für die Ausstellung hat er Bilder ausgewählt, die im Zusammenspiel mit Dul kos Skulpturen neue Spannungsfelder eröffnen.
Im direkten Gegenüber gewinnt die Malerei eine zusätzliche räumliche Dimension. Farbklang und Bildrhythmus antworten auf die Körperlichkeit der Bronze, während die Skulptur durch die malerische Umgebung als Teil einer erweiterten Komposition erfahrbar wird. Unterschiede werden nicht geglättet, sondern als produktive Grundlage eines künstlerischen Dialogs genutzt.
Kunst als Verbindung über Grenzen hinweg
Die Ausstellung steht auch im Zeichen der Landkreispartnerschaft zwischen Dachau und Oświęcim/Auschwitz. Sie macht sichtbar, wie kulturelle Bildung und ästhetische Erfahrung Begegnungen ermöglichen, die über historische und nationale Grenzen hinausweisen. Kunst erscheint hier als eigenständige Form des Gesprächs: sinnlich, offen und zugleich erinnerungskulturell verantwortungsvoll.
Fazit: Eine Ausstellung für genaue Blicke
Besucher erwartet eine konzentrierte Werkbegegnung, in der Malerei und Skulptur ihre jeweiligen Möglichkeiten entfalten und gegenseitig erweitern. Wer zeitgenössische Kunst, Bronzeplastik, expressive Bildwelten und kulturellen Austausch erleben möchte, findet im Museum Altomünster einen besonderen Resonanzraum. Die Ausstellung lohnt den Besuch vor Ort, weil sich ihre Materialität, Raumwirkung und Ausstellungsatmosphäre erst im direkten Kunsterlebnis vollständig erschließen.
Offizielle Kanäle von Remigiusz Dulko und Fabian Oppolzer:
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